Gartenliebe mit Rücksicht

Veröffentlicht am 25.06.2026 in Aktuelles
 

Liebe Dassendorferinnen, liebe Dassendorfer, 

Unsere Gemeinde ist im Frühling und Sommer einfach eine Wucht. Wenn ich mit meinem E-Bike durch unsere Straßen fahre, geht mir das Herz auf. Überall blüht und duftet es. Ein riesiges Danke an alle, die so viel Liebe in ihre Gärten stecken! Das sorgt für ein herrliches Ortsbild.

Aber – Sie kennen das Phänomen vielleicht von Ihren eigenen Spaziergängen oder Radtouren – wo viel Liebe ist, gibt es manchmal auch ein bisschen
zu viel Wildwuchs. Auf meinen Fahrten ist mir aufgefallen, dass manche Hecken und Büsche wohl heimlich die Weltherrschaft anstreben. Sie ragen teilweise weit über einen Meter in die Geh-, Park- und Fahrflächen hinein.

Das sieht zwar schön grün aus, wird aber schnell zum Sicherheitsrisiko. Während wir Fußgänger und Radler meist noch ausweichen können, wird es für größere Fahrzeuge wie die Müllabfuhr, die Feuerwehr oder den Rettungswagen richtig eng. Im Ernstfall zählt hier jede Sekunde. Als Eigentümer gilt daher eine klare Verkehrssicherungspflicht: Pflanzen dürfen die freie Sicht und die Durchfahrt nicht behindern.

Hier sind die wichtigsten Spielregeln für den „Friseurbesuch“ im Garten:

  • Grenze bleibt Grenze: Hecken, Büsche und Bäume müssen so zurückgeschnitten werden, dass sie nicht in den öffentlichen Verkehrsraum ragen.
  • Do-it-yourself: Jede Eigentümerin und jeder Eigentümer organisiert und bezahlt den Rückschnitt selbst. Unser Dassendorfer Bauhof übernimmt diese privaten Aufgaben ausdrücklich nicht.
  • Sommerschnitt erlaubt: Das Bundesnaturschutzgesetz verbietet radikale Schnitte im Sommer, um brütende Vögel zu schützen (bitte vorab immer kurz prüfen!). Ein schonender Form- und Pflegeschnitt ist bei akuter Behinderung aber erlaubt und sogar zwingend erforderlich.
  • Miteinander reden: Wenn die Hecke in Ihrer Nachbarschaft wuchert, hilft meist ein netter Schnack über den Gartenzaun. Oft ist es den Besitzern gar nicht bewusst.

Die Spaßbremse zum Schluss: Wenn gar nichts passiert, muss irgendwann das Ordnungsamt des Amtes Hohe Elbgeest anrücken. Das bedeutet dann Knöllchen oder eine teure Zwangspflege auf eigene Kosten. Rücksichtnahme ist der leichtere Weg! Und das Geld stecken wir doch alle lieber in neue Blumen, oder?

  • Keine Lust auf Knöllchen: Wenn gar nichts passiert, muss das Ordnungsamt des Amtes Hohe Elbgeest eine Ersatzvornahme veranlassen oder ein Bußgeld verhängen. Das wollen wir alle vermeiden. Rücksichtnahme ist der leichtere Weg!

Lassen Sie uns gemeinsam dafür sorgen, dass Dassendorf sicher und schön bleibt. Vielen Dank für Ihre Mithilfe!

Herzliche Grüße und weiterhin einen tollen Sommer,

Mit freundlichen Grüßen
Ihr Jürgen Fuchs
SPD-Fraktionsvorsitzende

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