Hinter dem Lärmschutzwall entlang der Bundesstraße 207 entsteht derzeit das Neubaugebiet „Am Holunderbusch“. Die meisten der 33 Einfamilienhäuser sind fertiggestellt und bereits bezogen. Am östlichen Ende des Areals entsteht momentan eine Seniorenwohnanlage für das „Wohnen mit Service“ in zwei Gebäudekomplexen mit insgesamt 61 Wohnungen. Das östliche, größere Gebäude mit 38 Wohneinheiten, ist fast fertiggestellt und wird im März eingeweiht, das westliche, zum angrenzenden noch freien Grundstück, im Sommer bezugsfertig sein.
Vor der Seniorenwohnanlage war geplant, auf einer westlich vorgelagerten Fläche von ca. 2.600 qm eine Sozialstation zu errichten. Aufgabe einer solchen Einrichtung ist die Stationierung von Pflege- und Betreuungspersonal sowie Fahrzeugen für die ambulanten Einsätze. Pflegerische Leistungen werden in Sozialstationen, wie sie heute konzipiert sind, nicht mehr erbracht. Aufgrund der gewerblichen Nutzung und der zu erwartenden Verkehrsbelastung wurde die Fläche als Mischgebiet ausgewiesen.
Nachdem sich kein Betreiber für die Sozialstation gefunden hatte, soll diese Fläche wieder – wie im städtebaulichen Vertrag geregelt – als allgemeine Wohngebietsfläche ausgewiesen werden. Im Laufe der Beratungen wurden unterschiedliche Nutzungsmöglichkeiten diskutiert, von denen die meisten wieder verworfen wurden. Zwei mögliche Varianten der Bebauung blieben letztendlich im Mittelpunkt:
Vor diesem Hintergrund hatte die Dassendorfer Gemeindevertretung (GV) am 19.1.2016 den Aufstellungsbeschluss für die 1. Änderung des Bebauungsplanes (B-Plan) Nr. 27 beraten. Mehrheitlich wurde die 2. Variante durch die GV beschlossen. Neben den 6 stimmberechtigten Mitgliedern der SPD-Fraktion hatten auch 2 anwesende Vertreter der CDU für diese Variante gestimmt.
Dieser GV-Beschluss hat bei etlichen Anwohnern des Neubaugebietes des B-Plans 27 zu Fragen und zum Teil heftiger Kritik geführt. Die Dassendorfer SPD möchte hier die Gelegenheit nutzen, ihre Argumente näher zu erläutern, die letztendlich zu dem besagten Abstimmungsverhalten führten.

Die Dassendorfer SPD hofft, mit diesen Ausführungen ein wenig mehr Klarheit und Substanz in die Diskussionen einbringen zu können. Wir hatten in der letzten Zeit immer mehr den Eindruck, dass die Emotionen bei den geführten Gesprächen die Oberhand gewinnen und nur noch wenig Raum für Sachargumente bleibt. Dazu hat nach unserer Überzeugung die Lokalpresse einen erheblichen Anteil beigetragen.
Am 19.01.2016 trat Frau Falkenberg aus der SPD-Fraktion in der Dassendorfer Gemeindevertretung aus. Sie wird als parteilose Gemeindevertreterin weiter in der Gemeindevertretung mitwirken und ihr Bürgermeisteramt weiterhin ausüben. Mit ihr zusammen ist ihr Bruder Wilfried Falkenberg aus der SPD-Fraktion ausgetreten; beide werden eine eigene Fraktion gründen.
Die SPD Dassendorf nimmt hierzu wie folgt Stellung:
Die SPD Dassendorf bedauert den Austritt der Bürgermeisterin Martina Falkenberg aus der SPD und der SPD-Fraktion.
2008 und 2013 hat die SPD Dassendorf gemeinsam mit und für Martina Falkenberg Wahlkämpfe bestritten aus denen Frau Falkenberg als Bürgermeisterin und später als Amtsausschussvorsitzende hervorging.
In den Jahren seit der Wahl Frau Falkenbergs zur Bürgermeisterin hat die SPD immer loyal hinter ihr gestanden und sie in jeder Situation unterstützt und da wo es ging versucht ihr den Rücken frei zu halten.
Ob die Organisation der Seniorenweihnachtsfeier, des Neujahresempfanges oder des Dorfputzes: Immer haben Mitglieder der SPD-Fraktion das Heft in die Hand genommen und für einen reibungslosen Ablauf gesorgt.
Auch politisch konnte die SPD-Fraktion zusammen mit Bürgermeisterin Martina Falkenberg viel bewegen. Eine lang ersehnte Seniorenwohnanlage wurde zusammen mit einem Investor geschaffen, im Gewerbegebiet werden sich bald erste Firmen ansiedeln und es wurden mehrere Krippenplätze für Dassendorfer Kinder geschaffen – trotz aller Investitionen wurden Schulden abgebaut.
In den vergangenen Jahren hat die SPD-Fraktion über viele Dassendorfer Themen diskutiert. Wie in jeder Organisation gibt es auch bei der SPD Dassendorf unterschiedliche Meinungen. So war es bei einem Bauantrag zum Umbau der Dassendorfer Mühle in ein hotelähnliches Gewerbe und so ist es aktuell beim Thema Bebauung der freien Fläche im Neubaugebiet an der Seniorenwohnanlage der Fall. Die SPD-Fraktion ist immer offen für andere Meinungen und respektiert, dass auch innerhalb der eigenen Fraktion unterschiedlich abgestimmt wird.
Der SPD-Austritt von Frau Falkenberg kam plötzlich und überraschend. Am 3. Februar 2015 hatte sie zum ersten Mal Kritik zu fraktionsinternen Angelegenheiten geäußert. Unmut von ihr war bis dahin weder für die Fraktionsmitglieder noch für den Fraktionsvorstand erkennbar gewesen, sonst hätte man vorher gegensteuern können. Unerwartet folgte mit Schreiben datiert vom 8. Februar 2015 der Austritt aus der Sozialdemokratischen Partei Deutschland. Über den Austritt wurde der Ortsvereinsvorsitzende Ingo Claßen durch die Bundesgeschäftsstelle der SPD, nicht aber durch Frau Falkenberg selbst in Kenntnis gesetzt.
Schon nach der Kritik von Frau Falkenberg vom 3. Februar führte der Fraktionsvorstand Gespräche mit Fraktionsmitgliedern um für eine weitere Zusammenarbeit zu werben und Lösungsmöglichkeiten zu suchen. Durch den Austritt aus der SPD, welcher kurze Zeit später öffentlich wurde, konnten die vorhandenen Unstimmigkeiten nicht intern geklärt werden, sondern wurden nun auch von den Dassendorferinnen und Dassendorfern diskutiert. Eine vernünftige Aufarbeitung der Kritik hätte aus Sicht des Fraktionsvorstandes nur dann erfolgen können, wenn die Kritik nur intern angesprochen worden wäre. Gemeinsam hätte man sicher Lösungsmöglichkeiten gefunden.
Am 3. März 2015 folgte ein Gespräch des Fraktionsvorstandes mit Martina Falkenberg. Hier wurden Probleme benannt und Lösungsmöglichkeiten zur weiteren Zusammenarbeit gesucht. In einer Sitzung der SPD-Fraktion am 26. März 2015 einigte man sich auf eine weitere Zusammenarbeit, somit blieb Frau Falkenberg weiterhin Mitglied der Fraktion.
Im Laufe des Jahres 2015 stellte man dann jedoch fest, dass eine vertrauensvolle Zusammenarbeit beiderseits nicht mehr oder nur noch sehr schwer umzusetzen ist. Als Gründe sieht der Fraktionsvorstand hier unter anderem den nicht kommunizierten Parteiaustritt Frau Falkenbergs, welcher dem Ansehen der SPD Dassendorf geschadet hat, sowie ihr Beharren auf eine Änderung der Hauptsatzung in Belangen des Planungsausschusses gegen den Willen der SPD-Fraktion. Es ist legitim eine andere Meinung zu vertreten, aber eine klare Arbeit gegen die eigene Fraktion ist nicht hinnehmbar.
Frau Falkenberg begründet ihren Austritt u.a. damit, dass die SPD-Fraktion einen Ausschluss Ihres Mannes Herrn Halsinger aus dem Planungsausschuss forcierte. Hierzu ist folgendes zu sagen:
Die SPD Dassendorf wird weiterhin gute und sachliche Politik für Dassendorf gestalten und bis zur Kommunalwahl 2018 konstruktiv mit der Bürgermeisterin zusammenarbeiten.
Die SPD Dassendorf beglückwünscht Olaf Schulze zu seiner Wahl als Bürgermeister von Geesthacht. Am 08.11.2015 wurde der ehemalige Dassendorfer Gemeindevertreter (1988 - 1990) und jetzige Landtagsabgeordnete mit 60,00 Prozent der Stimmen gewählt und konnte sich gegen seinen Gegenkandidaten durchsetzen.
Am Freitag den 06. November 2015 ehrte die SPD Dassendorf Ingo Claßen mit der Willy-Brandt-Medaille, welche als höchste Auszeichnung der SPD vergeben wird.
Ingo Claßen engagiert sich seit seinem Eintritt im Jahr 1960 in der SPD, zuerst in den Bundestagswahlkämpfen für den späteren Bundeskanzler Willy Brandt, später auch in der Kommunalpolitik.
1970 wurde Ingo Claßen Gemeindevertreter in Rellingen und behielt dieses Amt bis 1984. Als Sozialausschussvorsitzender und stellvertretender Bürgervorsteher (1970 - 1974) schob er hier viele Initiativen an. Den SPD-Ortsverein leitete er zwei Jahre in der Funktion des Vorsitzenden.
Im Jahr 1986, zwei Jahre nach seinem Umzug nach Norderstedt, wurde Ingo Claßen zum Stadtvertreter gewählt. Hier hatte er von 1990 bis 1994 das Amt des stellvertretenden SPD-Fraktionsvorsitzenden inne. Nach acht Jahren als Stadtvertreter verließ er Norderstedt und zog nach Dassendorf.
In Dassendorf wurde Ingo Claßen 1997 in den SPD Vorstand gewählt, zuerst als Beisitzer, dann als stellvertretender Vorsitzender. Seit 2008 führt er den Ortsverein als Vorsitzender.
Von 1998 bis 2003 nahm er als bürgerliches Mitglied an den Sitzungen des Bauausschusses teil, 2003 erfolgte dann die Wahl in die Dassendorfer Gemeindevertretung. Er wurde zum stellvertretenden Bürgermeister gewählt und führte seit 2003 die SPD-Fraktion. Das Amt des Fraktionsvorsitzenden hatte er bis September 2015 inne.
In seiner Laudatio beschrieb Lennart Fey den politischen Lebenslauf von Ingo Claßen und dankte ihn für seine jahrelange ehrenamtliche Arbeit: „Ich bin mir sicher, dass es den Ortsverein Dassendorf so nicht mehr geben würde, wenn du nicht an erster Stelle für und mit uns gekämpft hättest. Du warst und bist die treibende Kraft der SPD Dassendorf. Danke für dein Engagement für die Sozialdemokratie, Ingo.“
Auch Bundestagsabgeordnete Nina Scheer und SPD-Kreisvorsitzende Kirsten Patzke lobten Ingo Claßen für seine Arbeit. Nina Scheer überreichte ihm die Willy-Brandt-Medaille.
Auf ihrer Sitzung am 10. September 2015 wählte die Dassendorfer SPD-Fraktion den 26-jährigen Lennart Fey zu ihrem neuen Fraktionsvorsitzenden.Dieser übernimmt das Amt von Ingo Claßen, welcher seit 2003 die Fraktion führte und die Verantwortung nun in jüngere Hände geben wollte.
„Seit 2008 stellen wir als SPD die stärkste Fraktion in der Gemeindevertretung. In dieser Zeit konnten wir sehr viel bewegen. Krippenplätze wurden geschaffen, das Neubaugebiet mit Seniorenwohnen wurde geplant und bebaut und im lange brachliegenden Gewerbegebiet werden aktuell Grundstücke verkauft. Diese gute Arbeit möchte ich zusammen mit meiner Fraktion und den anderen Mitgliedern der Gemeindevertretung fortführen.“, so Lennart Fey, welcher seit 2008 Gemeindevertreter und Kreistagsabgeordneter ist.
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